Los geht’s

Die Garne

.. Insubordiknit workshop ..

the insubordiknit yarns - overview b

Ich hoffe, Ihr erwartet nicht allzu viel an tollen Garnen. Es sind ja “nur” meine Übungseinheiten aus dem workshop. Wie schon angedeutet, war es ein strammes Programm. wo oft eines auf dem anderen aufgebaute. Dass Jacey workshop-erfahren ist, konnte man daran erkennen, dass wir mit unserem Tun immer in der Zeit lagen. Sie lotste uns da regelrecht durch.

Erste Technik: thick and thin – kann so als Single verarbeitet werden.

Mit mehr twist ist es der Ausgangssingle für meine geliebten coils. 🙂

Da sind sie ! 🙂

Und ich bin dran, sie besser hinzubekommen.

Aus einem feineren Single wurden dann diese Knubbel ins Garn gearbeitet.

Das war mal richtig einfach! *ggg*

Einzwirnen von ungesponnenen Fasern. Locken etc.

Das Graue ist Baumwolle, das andere so ein fluffiges Wölkchen, was nun nicht mehr abhauen kann! 😉

Das hier war eine ganz harte Nuss für mich.

Auf den Bildern und auch fertig im Garn schaut es besser aus, als das “Herstellen” selbst war. Es ist eine Art Psyeudo-Bouclé. Bouclè Garne sind wohl extrem schwierig ausbalanciert zu spinnen. Dieses Technik der tiny circles sieht dem Bouclè ähnlich, ist aber einfacher. Wir haben dazu Mohair hauchdünn ausgesponnen. Dann diese Kringel hinzubekommen, hat mich bald den Verstand gekostet, zumal Stefan (mein Nachbar) die so hübsch aus dem Ärmel schüttelte, als ob er das schon ewig macht. 😀

Das war Tag 1, nun kommt der 2.Tag!

ohhh, da ist so viel möglich und vor allem die batts (kardierte Vliese) kommen hier zu Einsatz und Geltung

Mit den cocoons fing so ein Friemelteil des workshops an.

Weil ich etliche schöne Garne mit cocoons bei Ravelry bereits gesehen habe, war und bin ich ja hochmotiviert. Das Bild ist nicht das beste und schönste – die cocoons auch noch nicht :mrgreen: Es sind die schwarzen Würmer, die um den Single gesponnen sind.

Es sieht aus wie ein coil, wird aber ganz anders gemacht.

Bedarf wohl ganz viel Übung, denn diese lange nicht perfekte beehieve ist schon eine meiner schönsten gewesen. Die paar anderen gelungenen, wurden im nächsten Garn verwurstelt. Garne mit diesen beehieves sehen einfach nur TOLL aus. Hier kann man sich mal eines in Ravelry anschauen! Schade, dass ich da wohl noch etliche Stunden Übung brauchen werde, ich hätte gern so ein Garn!!! 😉

Aus den cocoons und den beehieves wurden halos.

Das sind so kleine runde Kringel, die dann aus dem Garn raushängen.

Ihre Schönheit hängt bedeutend davon ab, wie gut die cocoons und beehieves gelungen sind .. ha ha

Ich muss sagen, das war mit der anstrengendste Teil des workshops. Im Grunde muss man ja die Grundtechniken erst einmal üben, um dann weitermachen zu können. Nun ist die Zeit in einem workshop begrenzt und um vieles “mitzunehmen”, musste dann auch das ein oder andere einfach so gelassen werden wie es war.

Die gehörten dann auch noch in diese Gruppe. Zwischen die halos haben wir diese Franseln gearbeitet. Dafür hatten wir auf unserem Single ganz dünne Stücke in Kontrastfarben gesponnen. Die waren im Verhältnis richtig “easy” !

Das ist noch mal ein echter Liebling von mir!

Hierfür haben wir unseren mitgebrachten Single benutzt. Es war die letzte Lektion und ich musste diese supercoils auch zu Hause fertig spinnen. Die sind richtig gut gelungen. Auch nicht so schwer. Jacey wollte uns schließlich mit einem erfolgreichen Abschluss nach Hause schicken.

Nun freue ich mich auf Eurer Feedback. Ich kann es nämlich gar nicht einschätzen. ob Bilder und Worte passend sind und ausreichen. Wenn man in der Thematik drin steckt, ist ja alles etwas anders. Auch hab ich die englischen Bezeichnungen von Jacey übernommen. Sie gehören für mich irgendwie auch zu diesen Garnen. Oft wüsste ich auch gar nicht, ob es eine deutsche Entsprechung gibt.

Viel mehr Bilder von den Garnen und auch von  den Ausgangsmaterialien, die ich benutzt habe, findet Ihr in einem Garn, dass ich in Raverlry in meinem Stash untergebracht habe:

My Insubordiknit workshop yarns.

Seid ganz lieb gegrüßt!

Danke für Eure lieben Worte zu meinem Bericht.

Danke an die Toleranz meiner (Socken-)Strickbesucher, die gerade etwas kurz kommen. 😉

the insubordiknit yarns - overview the insubordiknit yarns - overview a

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So schön war’s!

Der Bericht 😉

Da würde ich am liebsten den allerschönsten Blogeintrag aller Zeiten schreiben. Aber zum einen kann ich mit Worten gar nicht transportieren, was ich erlebt habe und bei den Bildern muss ich auch erst einmal schauen. Ich wollte mir mit der Knipserei nicht selbst auf den Senkel gehen und hier und da werden vielleicht noch Bilder auftauchen.

Mit 21 sehr netten Menschen (19 Teilnehmerinnen, Jacey und ihre Mum) in spinnige Tiefen abzutauchen war eine tolle Erfahrung. Gewiss besonders beeindruckend für mich, weil es das erste Mal war, dass ich an einem workshop teilgenommen habe. Aber auch, weil es der erste Austausch mit anderen Spinnerinnen überhaupt war. Ich hab mir das Spinnen hier selbst vor etwa eineinhalb Jahren im Alleingang beigebracht. Ich war wirklich überrascht, wie schön es ist, anderen beim Spinnen zuzuschauen. Da fliegen die Spinnflügel leise um die Spulen, ganz geschäftig und trotzdem urgemütlich und nicht hektisch. Mit diesem Eindruck bin ich schon am Freitagabend konfrontiert worden, als wir nach einer doppelt so langen Fahrt ziemlich erschöpft im hostel ankamen. Dort saßen einige Teilnehmerinnen des workshops strickend und spinnend im Aufenthaltsraum. Das war der Eintritt in eine ganz andere und neue Welt für mich. So nett und freundlich wie das direkt war, ging es natürlich viel zu spät ins Bett und das wo ich leicht angeschlagen von einer Erkältung losgefahren und die größte Schlafnudel sowieso bin.

Egal, die Betten waren nicht die besten, so dass allein aus diesem Grund das Aufstehen am Samstag leicht fiel. Von 10:00 –17:00 stand ja Spinnen auf dem Programm. (am Sonntag das Gleiche) Es gab einen männlichen Teilnehmer, dessen Familie auch mitgereist war. So entstand außerhalt des Kurses eine neue Großfamilie :mrgreen: , die es mit dem Wetter leider nicht ganz leicht hatte und die Zeit irgendwie rumkriegen musste. Ich kann nur sagen, meine Mädels sind/waren von dem Wochenende ziemlich genervt.

the OTHER side our site

So bekommt Ihr einen Eindruck von unserem “Arbeitsplatz”

jacey is teaching

Und so schaute es aus, wenn Jacey uns Dinge rund um Fasern, Art Yarns und Co erzählte. Sie ist nicht nur eine gute Lehrerin sondern auch eine wunderbare Entertainerin. Während wir hart arbeitend unsere Aufgaben am Rad erledigten, erzählte sie Anekdoten aus ihrem Leben. Selten war ich so konzentriert. Denn die Spinnerei war nicht immer mal eben so gemacht, da war schon so mancher Kraftakt nötig, die Fasern da hin und so hin zu bekommen wie sie sollten. Gleichzeitig natürlich den englischen Erzählungen lauschend. Außerdem gab es, während wie die Räder surren ließen, ganz viel Input zu geeigneten Fasern, wie viel twist, wenn mit laceweight verzwirnt wird, wie viel twist, wenn mit einem single verzwirnt wird. Warum die Garne unbalanced sind und bleiben und so weiter. Sooooo lehrreich! Ich hoffe, ich behalte ganz viel davon in meinem Schädel.

Der Ablauf der einzelnen Lektionen war, dass immer eine Fünfergruppe zu Jacey ans Spinnrad kam und schaute, was und vor allem WIE es zu machen sei. Waren alle durch, ging Jacey die Runde rum und half, wenn es nicht so klappen wollte. Wunderbar, wenn einfach NUR der Einzug stärker eingestellt werden muss und schon fluppt, was vorher irgendwie nicht ging.

jacey is teaching a

Das lustigste fand ich, dass wir hier und da den “Auftrag” bekamen, einen Single zu spinnen. Mal etwas dicker wie laceweight, mal einen Single mit cocoons und behieves (die wir ja grad erst gelernt haben herbei zu friemeln) im Wechsel oder wir bekamen einen Streifen Mohair, der dünner wie laceweight ausgesponnen werden musste. Dazu hatte man so eine halbe Stunde Zeit und das Ganze war dann das Ausgangsmaterial für die nächste lesson. Ich glaube, mich schreckt jetzt so leicht nichts mehr. 😀

jacey is trying the hopper

Hier sitzt Jacey an einem ganz frischen Spinnrad. Es ist das Hopper von Spinolution. Es ist das Rad von  Rachel und hat mich schwer beeindruckt. Oh ja (und noch nicht oh weh, das muss ich auch haben 😉 ) Optisch ist das einfach gigaknuffig.

jacey is trying the hopper a

Na und die Garne – es sind etliche Ministränge – muss ich noch baden und dann ins Bild holen.

Dafür mag ich mir ganz ganz viel Zeit nehmen, um die schönen Stunden noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich möchte heut auch noch ein Art Yarn anfangen. Ich tendiere zu Coils. Ich mag die einfach zu gern und weiß jetzt, wo es drauf ankommt, damit sie vielleicht auch mal so schön aussehen wie die von Jacey. 😉  Wie heißt es doch so schön: Das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.

Damit meld ich mich zurück und wünsche Euch einen schönen Tag (hier hat es heut doch tatsächlich schon wieder geschneit, nachdem Regen und Sturmböen uns gestern mehrmals fast von der Autobahn gefegt haben 😕 )