Spinnhimmel 2.Teil

Das war ein Spinnerlebnis der Extraklasse. 🙂

 

Ein bisschen durch Zufall (ein netter chat in Ravelry) bin ich auf das zweite Buch von Lexi Boeger aufmerksam geworden. Es ist genauso toll wie das “Intertwined”, ein paar andere Garne, aber vor allem – sie spinnt in diesem Buch schon mit dem Aura, an dessen Entwicklung sie beteiligt war.

Was mich fasziniert, wie bei einem art yarn noch mal eins oben drauf gesetzt wird. Die drei Spulen zeigen es. Im ersten Schritt wird ein dick/dünn Garn gesponnen. Dieses habe ich dann in einer Technik, die Jacey Boggs als spiral plying beschreibt, zu einem auch hübsch anzuschauendem perligen Garn versponnen. Da hörte für mich bis dato die Spinnverarbeitung auf und das Garn wurde von der Spule genommen, zu einem Strang gehaspelt, gewaschen und verstrickt. Jetzt kommt es aber:

Das “Spiralgarn” wird jetzt noch mit sich selbst navaho verzwirnt. UNGLAUBLICH.

Klar, dass da kein dünner Faden entsteht. Einfluss auf dass, was da aufeinander trifft, hat man auch nicht. Aber was mich richtig beeindruckt hat, war der Prozess selbst. Beim navaho verzwirnen tat das Garn so, als wüsste es selbst wo es hin will. Die drei Fäden, die sich umwickeln sollten, fanden regelrecht selbst zueinander. Ich spinne mir gerade noch einmal sowas zusammen, nicht das das Einbildung war 😆

Im Grunde mag ich diese Farben nicht so – deswegen hat es auch diesen Kammzug mit dem Namen”Pohutukawa’ erwischt.

Ich hab beim navajo verzwirnen noch im autowrap einen roten Glitzerfaden um das Garn laufen lassen. Inzwischen find ich das total schön, was hier vor mir liegt.

 

♥♥

Im Spinnhimmel

Grenzenfreies Spinnen

Mehr von und zu diesem Garn, wenn es gebadet hat.

Tratsch

So hatte ich mal einen von mir gefärbten Kammzug getauft.

Leider ist die Rohwolle – eine superwash merino hier in Deutschland gekauft – so seltsam, dass das Verspinnen keinen Spaß macht. Deswegen hab ich den Kammzug auf der Kardiermaschine zu einem Vlies (batt) verwandelt. Selbst beim Kardieren sind diese Fasern zickig. 😦

Aber toll sieht’s aus!

Ja und dann wurde daraus ein corespun mit einem gekauften Zwirn umwickelt (autowrap) – auf der Aura gesponnen.

Und gleich gibt es noch ein Garn, damit ich hier mal hinterher komme. Das ganze in einem Extraeintrag, damit ich die Garne, wenn sie dann mal verstrickt sind, besser verlinken kann. 🙂

Die coils..

..versüßen mir gerade meinen “Spinnalltag”.

Ich liebe die Dinger einfach ♥

coils orange c

Hier wie sie förmlich über die Spule kriechen.

Oder auch brav nebeneinander liegen.

Der Kammzug ist von Mandie und schon länger in meinem stash.

Es handelt sich um eine fine merino mit dem Namen ‘Frost in the Pumpkin’.

Ich habe nur die orangen und braunen Anteile der Fasern gecoilt.

Nach dem Waschen war das Garn 100%ig ausbalanciert – und das ohne irgendwelche Gewichte ans Garn zu hängen. Es fühlt sich butterweich an. Ich schreib jetzt mal: Das schafft nur Aura von Majacraft. 😉

Beide Singles für dieses Garn sind übrigens aus dem Kammzug gesponnen. Ich mag das irgendwie am meisten. 

*schmacht*

corespun

Seit meinem Jacey Boggs workshop ist corespun ganz auf der Strecke geblieben. Aber seit Ginny von FatCatKnits ihre wunderbaren Garne spinnt, musste ich da noch einmal ran. Hab mir auch bei  Ginny direkt noch ein paar Tipps geholt und mit Aura von Majacraft klappt das alles wie mit Zauberhand. Und macht soooo einen Spaß!

Meine erste Einheit – ein Rest Kammzug von mir gefärbt “supersonnig”

Eigentlich waren das voll die krazigen Fasern, aber selbst das fühlt sich weich an.

..

Bei diesem Garn hab ich einfach in eine Kiste gegriffen, wo ich alles mögliche für’s Kardieren sammel. Vor allem Mandie hat mir seiner Zeit da viel geschickt und dieses hier waren irgendwelche ineinander gekneteten Fasern inclusive Glitzer. Kardiert war das irgendwie nur ganz grob. Dafür ist ein interessantes Garn entstanden. Schnell war klar, dass es wenig Sinn macht, diese Faserfetzen “ordentlich” auf den core zu spinnen – laufen lassen. Macht so eh am meisten Spaß. 😉

Einfach schön anzugucken ♥

Wie ein Hauch

Zwei Garne – die zusammengehören – hab ich schon fotografiert.

Es müssten Batts von Spunky Eclectic sein, so ganz konnte ich das nicht mehr nachvollziehen.

Diese hab ich in corespun Technik gesponnen.

Spunky core b

superwash merino, core: Opal Sockenwolle, auf Aura gesponnen

Es sind farblich zwei verschiedene Stränge, die gute 70g auf die Waage bringen. Völlig begeistert war ich, weil diese beiden Stränge keine Zeichen von “overspun” zeigten. Sie machte einen ganz leichten aber entspannten Dreher nach rechts. Und das, obwohl ich den core nicht “vorbearbeitet” habe. Ich denke, das ist das gute Werk vom Aura – Majacrafts Rad für solche Garne.

So ein Garn muss man eigentlich in den eigenen Fingern halten, um es wahrzunehmen. Es ist total weich und megaluftig.

Den ersten Waschgang hat es auch schon überlebt, nun freu ich mich auf’s Verstricken. Eine Mütze soll’s werden.

arghhhh..

..wenn ich mit den “Quatschgarnen” 😉 erst mal anfange..

 

Der Spaßfaktor ist aber auch enorm. Demnächst im einzelnen.

gesponnen..

zum einen:

FatCatKnits ‘ein mixed blessing’

100% Falkland wool

gesponnen auf Majacraft Aura

Ich hab mal beide singles extrem dick/dünn ausgesponnen und dann miteinander verzwirnt. Das Verzwirnen war gar nicht so einfach, da ja die verschiedenen dick/dünn Stellen ganz unregelmäßig aufeinandertreffen und der Winkel, in dem man den einen single zum anderen hält, das Bild des Garnes maßgeblich mitbestimmt. Aber das Garn gefällt mit gut – hat richtig “Charakter”. *lach*

 

..

EweGiveMeTheKnits ‘Moulin’

100% superwash merino

gesponnen auf Aura

Das sind keine coils. 😀 Obwohl es mir beim Zwirnen echt schwer gefallen ist, die Würmchen nicht zusammen zu schieben. 😉 Hier wollte ich einfach mal einen twist ausprobieren. Der bunte single ist hierfür auch wieder dick/dünn ausgesponnen und verzwirnt hab ich dann mit einem schwarzen Kaschmirfaden. Es ging mir auch darum zu üben, wie ich die beiden Fäden beim Zwirnen zueinander halten muss. Gefällt mir so sehr gut zumal das Garn eine ganz weiche Fluffigkeit besitzt.

Vielleicht gibt es nachher noch zwei Garne, muss mal sehen, wie der Tag so läuft. Ein Kind ist schon krank zu Hause und ein anderes, will eventuell anrufen, wenn es nicht mehr gut geht.. 😦

..gesponnen

Diesen tollen Kammzug von GLBLF hab ich mir geschnappt. Es ist einer meiner Lieblingskammzüge gewesen und er hat mich beim Spinnen in keinster Weise enttäuscht. Geplant war ein dickes, aber nicht zu dicken navajo verzwirntes Garn. Ich habe den Kammzug einmal der Länge nach geteilt und dann auf meiner Aura versponnen.

Ein butterweiches Garn ist entstanden – auch die Farben könnte man so bezeichnen.

Wie gut, dass das Spinnen wieder fluppt 🙂

GLBLF ‘Coffeebreak’

131g superwash merino, navajo plyed

..

Ein Experiment

Zum Kardieren hatte ich mir mal verschiedene Locken bestellt. Das ist gewaschene, aber ungekämmt Schur. In diesem Fall von einem Bluefaced Leicester Schaf in wunderbaren Grautönen. Diese Locken wollte ich nun einfach so ohne voran gegangene Bearbeitung zum Faden werden lassen – also einfach aus dem Haufen heraus spinnen. Das ganze dann mit der Technik “autowrapping” umwickelt – so war der Plan und ich bin zufrieden. Das Garn fällt nicht auseinander und sieht einfach nur toll aus:

rustic grey

getauft habe ich dieses Garn auf den Namen:

Rustic Grey

bfl Locke + ein schwarzer Faden Kashmir